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Zum Heil-, Hilfsmittel- und Pflegemarkt werden Sanitätshäuser, Genossenschaften und Hersteller von Produkten des Sanitätsfachhandels gezählt. Der Großteil der 2300 Sanitätshäuser, sind Klein- und
Mittelständische Unternehmen. Wie in Betrieben dieser Größenordnung heute üblich, wird meist per Fax, Post oder Telefon bestellt. Ein bekannter Nachteil dieser Bestellwege ist, daß die beim Hersteller oder Lieferant
eintreffende Bestellung zur Auftragsannahme immer zuerst einmal neu erfaßt werden muß. Schlecht lesbare Bestellungen oder falsch verstandene Angaben führen unweigerlich zu Fehlbestellungen. Anders als in anderen
Branchen handelt es sich bei den bestellten Artikeln aber oft um Maßbestellungen. Unter einer Maßbestellung versteht man zum Beispiel die Bestellung von Kompressionsstrümpfen, die entsprechend den Körpermaßen eines
Patienten gefertigt werden. Fehlerhafte Maßangaben führen daher zu nicht mehr verwendbaren Maßartikeln - Eine Neuanfertigung und viel Ärger sind die Folge. Folgerichtig muß versucht werden, möglichst viele dieser
Fehlerquellen auszuschließen, denn der Patient benötigt sein Heilmittel schnellstmöglich, das Sanitätshaus will seinen Kunden zufriedenstellen und der Hersteller will einwandfreie und vor allem auch passende Ware
liefern. Die Lösung dieser Problematik heißt bekanntlich EDI - der elektronische Datenaustausch. In der Bundesfachschule für Orthopädietechnik in Dortmund wurde das EDI-Projekt erstmalig interessierten
Firmen vorgestellt. Hieraus entstand der Arbeitskreis EDIFACT für den Bereich des Heil-, Hilfsmittel- und Pflegemarktes. Anfangs bestand der Arbeitskreis aus Vertretern der führenden Hersteller von Branchensoftware und
Herstellern von Produkten des Sanitätsfachhandels. Die technische Beratung übernahm die Hermes EDV-Beratung, die sich auf EDI spezialisiert hat. |